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Gynäkologie · Frauenheilkunde

Vaginaler Ultraschall — transvaginale Sonographie in der gynäkologischen Praxis

Der vaginale Ultraschall (transvaginale Sonographie) ist die wichtigste bildgebende Basisuntersuchung der Frauenheilkunde — strahlungsfrei, sofort am Patienten und hochauflösend dank Endokavitärsonde mit kurzer Distanz zum Zielorgan. Dieser Leitfaden zeigt Indikationen (Endometrium, Ovarien, Frühschwangerschaft, Myome), die richtige Schallkopf- und Doppler-Technik, den Vergleich transvaginal vs. abdominal und die entscheidenden Kriterien für die Gerätewahl in der gynäkologischen Praxis.

Aktualisiert 2026
13 Min. Lesezeit
SONORING DORMED Redaktion
Vaginaler Ultraschall — transvaginale Sonographie des Uterus und Endometriums auf dem Monitor eines gynäkologischen Ultraschallgeräts
01 — Definition

Was ist transvaginale Sonographie?

Kurzdefinition

Der vaginale Ultraschall (transvaginale Sonographie, TVS) ist die bildgebende Untersuchung von Uterus, Endometrium, Ovarien und Adnexen mit einer in die Vagina eingeführten Endokavitärsonde. Weil der hochfrequente Schallkopf unmittelbar am kleinen Becken anliegt, liefert er eine deutlich höhere Detailauflösung als der abdominale Zugang — in Echtzeit, strahlungsfrei und ohne gefüllte Harnblase. In der gynäkologischen Praxis ist die transvaginale Sonographie (gynäkologischer Ultraschall) die zentrale apparative Basisdiagnostik bei nahezu jeder gynäkologischen Fragestellung.

Technisch verbindet die Untersuchung zwei Bausteine: die zweidimensionale Bildgebung (B-Mode) mit einer hochauflösenden Endokavitärsonde, die das kleine Becken aus kurzer Distanz detailreich abbildet, und den Farb- und Power-Doppler, der die Durchblutung (Vaskularisation) von Endometrium, Ovarien und Raumforderungen darstellt. Premium-Systeme ergänzen die 3D/4D-Bildgebung, die etwa für die Beurteilung von Uterusfehlbildungen oder die Lagekontrolle eines Intrauterinpessars (IUP) wertvoll ist.

Anders als CT oder MRT ist die transvaginale Sonographie unmittelbar am Untersuchungsplatz verfügbar — ohne Strahlenbelastung, bei jeder Konsultation wiederholbar. Das macht sie zum unverzichtbaren Werkzeug für Frauenärztinnen und Frauenärzte, die Blutungsstörungen, Unterbauchschmerzen, Kinderwunsch oder eine Frühschwangerschaft direkt abklären wollen.

B
B-Mode
Uterus, Endometrium und Ovarien hochauflösend in Echtzeit
CD
Farbdoppler
Vaskularisation von Endometrium, Ovar und Raumforderungen
0
Strahlung
Nicht-invasiv, schmerzarm, beliebig oft wiederholbar
Vaginaler Ultraschall — Monitor mit Ovarialfollikeln und Endokavitärsonde der transvaginalen Sonographie

Endokavitärsonde am Ultraschallgerät — schlanker Hochfrequenz-Schallkopf für die kurze Distanz zum kleinen Becken

02 — Indikationen

Indikationen — Endometrium, Ovarien, Frühschwangerschaft und Myome

Wann setzt man den vaginalen Ultraschall ein? Praktisch bei jeder gynäkologischen Leitfrage — von der Blutungsstörung über den Kinderwunsch bis zur Abklärung von Unterbauchschmerzen. Vier Indikationsgruppen dominieren den Alltag der Frauenarztpraxis.

Endometrium
Endometriumdicke & Blutungsstörungen

Die Endometriumdicke ist ein Kernparameter — etwa bei Postmenopausenblutung. Ein dünnes, homogenes Endometrium spricht gegen, ein verdicktes oder inhomogenes für eine abklärungsbedürftige Pathologie (Polyp, Hyperplasie, Karzinom). Der hochauflösende Sagittalschnitt misst die Doppelschicht reproduzierbar und steuert die Indikation zur Hysteroskopie.

Ovarien
Ovarien — Follikel, Zysten & Adnexe

An den Ovarien beurteilt der vaginale Ultraschall Follikelreifung (Monitoring bei Kinderwunsch), Zysten, das polyzystische Ovarsyndrom (PCOS) und Adnextumoren. Morphologie und Farbdoppler-Vaskularisation (IOTA-/ADNEX-Kriterien) helfen, benigne von suspekten Befunden zu unterscheiden.

Frühschwangerschaft & Myome

In der Frühschwangerschaft ist die transvaginale Sonographie unverzichtbar: Sie sichert den intrauterinen Sitz, datiert über die Scheitel-Steiß-Länge, weist den embryonalen Herzschlag nach und grenzt eine drohende oder eine Extrauteringravidität ab. Bei Myomen bestimmt der vaginale Ultraschall Anzahl, Größe und Lage (intramural, submukös, subserös) — entscheidend für Beschwerden und Therapieplanung. Weil die Untersuchung strahlungsfrei ist, eignet sie sich ideal für die engmaschige Verlaufskontrolle von Myomen, Zysten oder Endometriumbefunden.

Indikationen auf einen Blick
Endometrium: Endometriumdicke, Blutungsstörungen, Postmenopausenblutung, Polyp/Hyperplasie
Ovarien: Follikelmonitoring, Zysten, PCOS, Adnextumoren (IOTA/ADNEX)
Frühschwangerschaft: intrauteriner Sitz, Vitalität, Datierung, Ausschluss Extrauteringravidität
Myome: Anzahl, Größe, Lage (submukös/intramural/subserös), Verlaufskontrolle
Vaginal und abdominal ergänzen sich

Der vaginale Ultraschall ersetzt den abdominalen Zugang nicht vollständig, sondern ergänzt ihn: Die Endokavitärsonde liefert die hohe Auflösung im kleinen Becken, der abdominale Schallkopf verschafft die Übersicht bei großem Uterus myomatosus, hoch stehenden Ovarien oder fortgeschrittener Schwangerschaft. Erst die Kombination beider Zugänge deckt das gynäkologische Spektrum vollständig ab. (Quelle: Wikipedia — Vaginalsonografie)

Grundlagen
Ultraschall in der Gynäkologie

Von der transvaginalen Sonographie bis zur Mamma-Diagnostik — wie der Ultraschall die frauenärztliche Diagnostik trägt.

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Geräteauswahl
Geräte für die Gynäkologie

Endokavitärsonde, hochauflösendes B-Bild, Farb-/Power-Doppler und 3D/4D — die passenden Systeme auf einen Blick.

Geräte für die Gynäkologie
03 — Schallkopf & Technik

Schallkopf, Frequenz und Farbdoppler

Das kleine Becken liegt von vaginal aus nah am Schallkopf — das prädestiniert die transvaginale Sonographie für eine hochfrequente Endokavitärsonde. Anders als beim Abdomenultraschall kommt es nicht auf große Eindringtiefe an, sondern auf maximale Detailauflösung im Nahfeld. Schallkopf und Frequenz entscheiden über die Qualität der gesamten Untersuchung.

Schallkopf-Wahl
Sonde Endokavitärsonde (Vaginalsonde) — schlanker, gewinkelter Schallkopf für die kurze Distanz zum kleinen Becken
MHz Hohe Frequenz (ca. 5–9 MHz) für maximale Detailauflösung von Endometrium und Ovar im Nahfeld
CD/PD Farb- und Power-Doppler zur Darstellung der Vaskularisation von Endometrium, Ovar und Raumforderungen

Höhere Frequenzen verbessern die Auflösung, kosten aber Eindringtiefe — bei großem Uterus myomatosus oder hoch stehenden Ovarien stößt der vaginale Zugang daher an Grenzen und der abdominale Schallkopf ergänzt die Übersicht. Der Farbdoppler macht die Durchblutung sichtbar: Er hilft bei der Dignitätsbeurteilung von Adnextumoren, beim Nachweis der trophoblastären Perfusion in der Frühschwangerschaft und beim Ausschluss einer Ovarialtorsion. Der Power-Doppler erfasst auch niedrige Flüsse und ist für die feine Vaskularisation besonders geeignet.

Praxis Endometriumdicke messen (Doppelschicht)
Ebene — exakter Sagittalschnitt durch den Uterus, Endometrium senkrecht angelotet
Sagittal · Mittellinie
Messung — dickste Stelle der Doppelschicht (anteriores + posteriores Blatt), Kaliper Außenkante zu Außenkante
z. B. 4,1 mm
Einordnung — postmenopausal gilt ein dünnes, homogenes Endometrium als beruhigend
≤ 4–5 mm unauffällig

Richtwert: Bei Postmenopausenblutung wird ein Endometrium ab etwa 4–5 mm abklärungsbedürftig (Hysteroskopie/Pipelle). Die exakte Grenze hängt von Klinik, Leitlinie und Hormonstatus ab — entscheidend ist eine reproduzierbare Messung in der korrekten Ebene mit scharfem B-Bild.

3D/4D & Volumensonographie als Zusatznutzen

Verfahren Zeigt Nutzen in der Gynäkologie
B-Mode Echostruktur, Endometrium, Ovar Basis jeder Befundung und Verlaufskontrolle
Farb-/Power-Doppler Vaskularisation (Perfusion) Adnex-Dignität, Trophoblast, Torsionsausschluss
3D/4D Koronarebene des Uterus, Volumen Uterusfehlbildungen, IUP-Lage, Antralfollikelzählung

Die 3D/4D-Bildgebung rekonstruiert die für den 2D-Schall nicht direkt zugängliche Koronarebene des Uterus — der entscheidende Schnitt für die Differenzierung von Uterusfehlbildungen (Septum vs. Uterus bicornis) und die sichere Lagekontrolle eines IUP. Sie ersetzt den 2D-Schall nicht, liefert aber bei diesen Fragestellungen einen echten Mehrwert. Wer 3D/4D nutzen möchte, sollte es bei der Gerätewahl gezielt mitberücksichtigen.

Vaginaler Ultraschall — transvaginaler Farbdoppler des Uterus mit Darstellung der Vaskularisation

Transvaginaler Farbdoppler des Uterus — Vaskularisation als Zusatzbefund zur B-Bild-Morphologie

Standardisierte Schnittebenen beachten

Reproduzierbare Maße (Endometriumdicke, Follikel-, Zysten- und Myomgröße) setzen standardisierte Schnittebenen voraus — exakter Sagittal- und Transversalschnitt, Messung in zwei Ebenen. Eine schräge Anlotung verzerrt Maße systematisch. Ein scharfes B-Bild mit guter Nahfeldauflösung und präzise Kalipersetzung sind die Voraussetzung für verlässliche Verlaufswerte.

04 — Vergleich

Transvaginal vs. abdominal

Transvaginaler und abdominaler Ultraschall sind keine Konkurrenten, sondern zwei Zugänge mit komplementären Stärken. Die Wahl richtet sich nach Fragestellung, Anatomie und Befund — häufig werden beide kombiniert.

Transvaginal
Hohe Auflösung im kleinen Becken
  • Maximale Detailauflösung — kurze Distanz, hohe Frequenz, ideal für Endometrium und Ovar
  • Keine Blasenfüllung nötig — schnell einsatzbereit, auch in der Notfallsituation
  • Frühschwangerschaft — früher Vitalitätsnachweis und sicherer Sitznachweis
Abdominal
Übersicht & große Strukturen
  • Großes Sichtfeld — großer Uterus myomatosus, hoch stehende Ovarien, Oberbauch
  • Bei nicht möglicher TVS — Virgo, Kinder, nach Eingriffen oder bei Ablehnung
  • Fortgeschrittene Schwangerschaft — Standardzugang ab dem zweiten Trimenon
Kriterium Transvaginal (TVS) Abdominal
Schallkopf Endokavitärsonde, ca. 5–9 MHz Konvexschallkopf, ca. 3,5–5 MHz
Auflösung sehr hoch (Nahfeld) geringer, größere Tiefe
Blasenfüllung leere Blase ideal gefüllte Blase als Schallfenster
Stärke Endometrium, Ovar, Frühschwangerschaft Übersicht, großer/hoher Befund
Grenze begrenzte Tiefe, nicht bei Virgo Adipositas, Darmgas, geringe Auflösung
Ein Gerät, beide Zugänge

Für die Frauenarztpraxis bedeutet das: Das Ultraschallsystem sollte sowohl eine hochauflösende Endokavitärsonde als auch einen abdominalen Konvexschallkopf tragen, idealerweise mit schnellem Sondenwechsel. So lässt sich jede Patientin im selben Untersuchungsgang vaginal und abdominal beurteilen — von der Follikelreifung bis zur Übersicht über einen großen Uterus myomatosus.

Im Cluster
Ultraschall in der Gynäkologie

Transvaginale Sonographie, abdominaler Zugang und mehr — das gynäkologische Ultraschall-Spektrum im Überblick.

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Die hochauflösende Endokavitärsonde bildet das kleine Becken detailreich ab, der Power-Doppler macht selbst niedrige Flüsse sichtbar, und die 3D/4D-Bildgebung liefert die Koronarebene des Uterus für Fehlbildungen und IUP-Lagekontrolle. Auto-Workflows und Mess-Tools beschleunigen Endometriumdicke, Follikelmonitoring und Verlaufsdokumentation.

  • Hochauflösende Endokavitärsonde: maximale Detailauflösung von Endometrium und Ovar im Nahfeld
  • Farb- & Power-Doppler: Vaskularisation von Endometrium, Ovar und Adnextumoren, auch bei niedrigen Flüssen
  • 3D/4D-Volumensonographie: Koronarebene des Uterus für Fehlbildungen und IUP-Lagekontrolle
  • Mess- & Workflow-Tools: reproduzierbare Endometriumdicke, Follikel- und Myomvermessung für den Verlauf
05 — Klinik

Klinische Anwendungen des vaginalen Ultraschalls

Kaum eine gynäkologische Frage kommt ohne transvaginale Sonographie aus. Die wichtigsten Anwendungen — vom Endometrium über die Ovarien und die Frühschwangerschaft bis zu Myomen — im praxisnahen Überblick.

Die Endometriumbeurteilung ist eine der häufigsten Indikationen. Die transvaginale Sonographie misst die Endometriumdicke reproduzierbar im Sagittalschnitt und beurteilt Homogenität, Polypen und das submuköse Myom — die Basis für die Indikation zur Hysteroskopie bei Blutungsstörungen oder Postmenopausenblutung.

Vaginaler Ultraschall — Endometrium im Sagittalschnitt des Uterus

Sagittalschnitt des Uterus — Grundlage der Endometriumdicke-Messung und Polypenbeurteilung

BefundKlinische Bedeutung
EndometriumdickePostmenopausal ist ein dünnes, homogenes Endometrium beruhigend — Verdickung ist abklärungsbedürftig.
EndometriumpolypEchoreiche fokale Verdickung, oft mit speisendem Gefäß im Doppler — Hysteroskopie-Indikation.
Submuköses MyomVerdrängt das Cavum — relevant für Blutungsstörungen und Kinderwunsch.
IUP-LageSitzkontrolle des Intrauterinpessars, 3D/4D erleichtert die Lagebeurteilung.

An den Ovarien beurteilt der vaginale Ultraschall die Follikelreifung (Zyklusmonitoring bei Kinderwunsch), funktionelle und komplexe Zysten sowie das polyzystische Ovarsyndrom. Morphologie und Doppler ordnen Adnexbefunde nach IOTA-/ADNEX-Kriterien ein.

BefundSonographische Beurteilung
FollikelmonitoringGröße und Zahl reifender Follikel — Steuerung der Stimulation bei Kinderwunsch.
Funktionelle ZysteGlatt begrenzt, anechogen — meist benigne, Verlaufskontrolle.
PCOSViele kleine Antralfollikel, vergrößertes Ovarvolumen — Kriterium der Diagnostik.
Komplexer AdnexbefundSolide Anteile, Septen, Doppler — IOTA/ADNEX zur Dignitätseinschätzung.
Torsion nicht übersehen

Bei akutem Unterbauchschmerz mit Adnexbefund gehört die Ovarialtorsion zur Differenzialdiagnose. Der Farb-/Power-Doppler hilft beim Nachweis bzw. Ausschluss der ovariellen Perfusion — ein zeitkritischer Befund, für den eine zuverlässige Doppler-Empfindlichkeit am Gerät entscheidend ist.

In der Frühschwangerschaft sichert die transvaginale Sonographie den intrauterinen Sitz, datiert über die Scheitel-Steiß-Länge und weist den embryonalen Herzschlag nach. Bei positivem Schwangerschaftstest ohne intrauterines Korrelat ist der Ausschluss einer Extrauteringravidität die zentrale, zeitkritische Aufgabe.

Intrauterin
Sitz & Vitalität
Fruchtsack, Dottersack, Embryo mit Herzaktion — Datierung über SSL.
EUG
Extrauteringravidität
Leeres Cavum bei positivem hCG, Adnexbefund, freie Flüssigkeit — Notfall.
FrageKlinische Bedeutung
Intrauteriner SitzFruchtsack im Cavum — schließt eine EUG weitgehend aus.
VitalitätEmbryonale Herzaktion als Zeichen der intakten Frühschwangerschaft.
DatierungScheitel-Steiß-Länge zur präzisen Bestimmung des Gestationsalters.
AbortgeschehenLeerer/zusammengefallener Fruchtsack, fehlende Herzaktion im Verlauf.

Bei Myomen bestimmt der vaginale Ultraschall Anzahl, Größe und Lage und steuert damit Beschwerden und Therapieplanung; die strahlungsfreie Verlaufskontrolle ist ideal wiederholbar.

BefundKlinischer Nutzen
Submuköses MyomVerdrängt das Cavum — häufige Ursache von Blutungsstörungen und Sterilität.
Intramurales MyomGröße und Lage steuern Beschwerden und Therapieentscheidung.
AdenomyoseInhomogenes Myometrium, Junktionalzone verbreitert — typische MUSA-Zeichen.
VerlaufskontrolleStrahlungsfreie Wiederholung — Wachstum von Myomen und Zysten dokumentieren.
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06 — Gerätewahl & Abrechnung

Kriterien für die Gerätewahl beim vaginalen Ultraschall

Ein Ultraschallsystem ist eine Investition für Jahre. Entscheidend ist nicht die längste Featureliste, sondern das passende Profil für Ihr Patientengut — von der allgemeingynäkologischen Praxis bis zur spezialisierten Kinderwunsch- oder Dysplasie-Sprechstunde.

Worauf es ankommt
Die entscheidenden Auswahlkriterien
Muss-Kriterien
  • Hochauflösende Endokavitärsonde — ca. 5–9 MHz, maximale Nahfeldauflösung von Endometrium und Ovar
  • Abdominaler Konvexschallkopf — Übersicht bei großem oder hoch stehendem Befund, schneller Sondenwechsel
  • Farb- und Power-Doppler — Adnex-Dignität, Trophoblast, Torsionsausschluss, auch bei niedrigen Flüssen
  • Präzise Mess- & Volumetrie-Tools — reproduzierbare Endometriumdicke, Follikel- und Myomvermessung
Kür — je nach Schwerpunkt
  • 3D/4D-Volumensonographie — Koronarebene des Uterus, Uterusfehlbildungen, IUP-Lagekontrolle
  • SonoAVC / Auto-Follikulometrie — automatische Follikelzählung für die Kinderwunsch-Sprechstunde
  • Elastographie — Gewebehärte als Zusatzkriterium an spezialisierten Standorten
  • KI-gestützte Befundung — automatische Mess- und Dokumentationshilfen an der Spitze des Spektrums
Praxistipp: Eine allgemeingynäkologische Praxis ist mit einem soliden Mittelklasse-System mit guter Endokavitärsonde und Doppler bestens bedient — eine spezialisierte Kinderwunsch- oder Dysplasie-Sprechstunde profitiert von 3D/4D, Auto-Follikulometrie und Premium-Bildqualität. Lassen Sie immer eine Demo mit Ihren eigenen Patientinnen durchführen; die Nahfeldauflösung am realen Endometrium und Follikel ist das ehrlichste Auswahlkriterium.
Hochauflösende Endokavitärsonde für den vaginalen Ultraschall in der Gynäkologie

Endokavitärsonde — das zentrale Werkzeug für Endometrium, Ovarien, Frühschwangerschaft und Myome

Vorteile des vaginalen Ultraschalls im Überblick

VorteilKlinische Bedeutung
Keine StrahlungBeliebig oft wiederholbar — ideal für Verlauf, Frühschwangerschaft und junge Patientinnen.
Sofort am PatientenBefund direkt in der Sprechstunde — Diagnostik ohne Wartezeit oder Überweisung.
Hohe DetailauflösungEndokavitärsonde zeigt Endometrium, Follikel und Frühschwangerschaft im Nahfeld.
Keine BlasenfüllungSchnell einsatzbereit — auch in der gynäkologischen Notfallsituation.
Grenzen & Herausforderungen
  • Begrenzte Eindringtiefe: Großer Uterus myomatosus oder hoch stehende Ovarien brauchen ergänzend den abdominalen Zugang.
  • Nicht immer anwendbar: Bei Virgo, Kindern oder Ablehnung ist die transvaginale Sonographie nicht möglich — Alternative ist der abdominale Schall.
  • Untersucherabhängigkeit: Bildqualität und Befund hängen stark von Erfahrung und Schnittführung ab — Standardisierung mildert das.
  • Dignität nicht sicher: Auch IOTA/ADNEX schätzt nur ein Risiko — die endgültige Klärung erfordert Histologie.

Vaginalen Ultraschall abrechnen — GOÄ und EBM

Die Abrechnung hängt vom Versicherungsstatus ab. Die folgenden Ziffern geben eine Orientierung — verbindliche Auskunft erteilen die zuständige Kassenärztliche Vereinigung oder ein Abrechnungsspezialist.

EBM Gesetzlich Versicherte (GKV)
ZifferLeistungHinweis
33044Sonographie von Uterus und Adnexen (transvaginal)Genehmigungspflichtig nach Ultraschall-Vereinbarung
33075Optische Führungshilfe (Punktion) — ZuschlagErgänzend bei ultraschallgesteuerter Punktion
Wichtig: Die Sonographie nach EBM setzt eine KV-Genehmigung gemäß Ultraschall-Vereinbarung (Qualitätssicherung) voraus. Die genauen Ziffern und Zuschläge entnehmen Sie dem aktuellen EBM Ihrer KV. (Quelle: KBV — Einheitlicher Bewertungsmaßstab (EBM))
GOÄ Privatpatientinnen & Selbstzahler
ZifferLeistungHinweis
410Sonographie eines Organs (z. B. Uterus)Basisziffer der Organsonographie
420Zuschlag je weiteres Organ / weitere RegionZ. B. Ovarien zusätzlich zum Uterus
403Transkavitäre Untersuchung — ZuschlagBei transvaginaler (endokavitärer) Schallkopfführung
Hinweis: Diese Angaben dienen der Information und ersetzen keine verbindliche Abrechnungsberatung. Steigerungsfaktor und kombinierbare Ziffern richten sich nach Aufwand und Begründung. (Quelle: Virchow Bund — GOÄ Sonographie Abrechnung)
Fazit

Der vaginale Ultraschall ist die diagnostische Basis der Frauenheilkunde: Er liefert Endometrium, Ovarien, Frühschwangerschaft und Myome hochauflösend in Echtzeit — ohne Strahlung, sofort am Patienten, beliebig oft wiederholbar. Wer ein Gerät beschafft, sollte auf eine hochauflösende Endokavitärsonde (ca. 5–9 MHz), einen abdominalen Konvexschallkopf, Farb- und Power-Doppler, präzise Mess-Tools und — je nach Schwerpunkt — 3D/4D und Auto-Follikulometrie achten. Welches System zu Ihrer Praxis passt, klären wir herstellerunabhängig in einer persönlichen Beratung — einen Überblick über das Portfolio finden Sie auf der Seite Ultraschall für die Gynäkologie.

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Häufige Fragen

Die häufigsten Fragen
zum vaginalen Ultraschall

Aus der Praxis — für Frauenärztinnen und Frauenärzte, die die transvaginale Sonographie täglich nutzen und ein passendes Gerät suchen.

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