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Schilddrüsen-Sonographie in der Praxis

Der Ultraschall der Schilddrüse ist die zentrale bildgebende Methode bei Knoten, Struma und Hashimoto-Thyreoiditis — strahlungsfrei, sofort am Patienten und beliebig oft wiederholbar. Dieser Leitfaden zeigt Indikationen, Befundmuster, TIRADS, die richtige Schallkopf- und Doppler-Technik und die entscheidenden Kriterien für die Gerätewahl in der allgemeinmedizinischen, internistischen und endokrinologischen Praxis.

Aktualisiert 2026
13 Min. Lesezeit
SONORING DORMED Redaktion
Schilddrüsen-Sonographie — B-Mode-Ultraschall der Schilddrüse mit Hochfrequenz-Linearschallkopf und Farbdoppler
01 — Definition

Was ist Schilddrüsensonographie?

Kurzdefinition

Die Schilddrüsen-Sonographie (Ultraschall der Schilddrüse, Schilddrüsenultraschall) ist die bildgebende Untersuchung beider Schilddrüsenlappen, des Isthmus und der Halslymphknoten mittels hochfrequentem Ultraschall. Sie liefert in Echtzeit Aussagen zu Volumen, Echostruktur, Knoten und Vaskularisation — schmerzfrei, ohne ionisierende Strahlung und beliebig oft wiederholbar. In der allgemeinmedizinischen und internistischen Praxis ist der Ultraschall der Schilddrüse die wichtigste apparative Basisdiagnostik bei jeder Schilddrüsenerkrankung.

Technisch verbindet die Untersuchung zwei Bausteine: die zweidimensionale Bildgebung (B-Mode) mit einem hochauflösenden Linearschallkopf, der die oberflächlich gelegene Schilddrüse detailreich abbildet, und den Farb- und Power-Doppler, der die Durchblutung (Vaskularisation) des Gewebes und einzelner Knoten darstellt. Aus der Kombination ergibt sich ein vollständiges Bild aus Anatomie, Echostruktur und Perfusion.

Anders als die Szintigraphie ist der Schilddrüsenultraschall unmittelbar am Patienten verfügbar — am Untersuchungsplatz, ohne Strahlenbelastung, bei jeder Konsultation wiederholbar. Das macht ihn zum unverzichtbaren Werkzeug für Allgemeinmediziner, Internisten und Endokrinologen, die Tastbefunde am Hals, eine Struma oder auffällige Laborwerte (TSH, Antikörper) direkt abklären wollen.

B
B-Mode
Echostruktur, Volumen und Knoten der Schilddrüse in Echtzeit
CD
Farbdoppler
Vaskularisation von Parenchym und Knoten als wichtiger Zusatzbefund
0
Strahlung
Nicht-invasiv, schmerzfrei, beliebig oft wiederholbar
Hochfrequenz-Linearschallkopf bei der Schilddrüsen-Sonographie am Hals

Hochfrequenz-Linearschallkopf am Hals — flache, breite Auflagefläche für die oberflächlich gelegene Schilddrüse

02 — Indikationen

Indikationen — Knoten, Struma und Hashimoto-Thyreoiditis

Wann sonographiert man die Schilddrüse? Die häufigsten Anlässe in der Praxis sind ein Tastbefund am Hals, eine auffällige TSH-Bestimmung, positive Schilddrüsenantikörper und die Verlaufskontrolle bekannter Befunde. Drei Indikationsgruppen dominieren den Alltag.

Knoten
Schilddrüsenknoten — der häufigste Befund

Schilddrüsenknoten sind extrem häufig und in der Mehrzahl benigne. Der Ultraschall beschreibt Größe, Echogenität, Begrenzung, Verkalkungen und Vaskularisation und ordnet das Malignitätsrisiko nach TIRADS ein — die Basis für die Entscheidung über Verlaufskontrolle oder Feinnadelpunktion.

Struma
Struma — Volumetrie & Verlauf

Bei der Struma (Schilddrüsenvergrößerung) liefert der Ultraschall das exakte Volumen beider Lappen (Ellipsoidformel) und unterscheidet die diffuse von der knotigen Form. Die reproduzierbare Volumetrie ist die Grundlage jeder Verlaufs- und Therapiekontrolle.

Hashimoto-Thyreoiditis & Verlaufskontrolle

Die Hashimoto-Thyreoiditis ist die häufigste Ursache der Hypothyreose. Sonographisch zeigt sich ein typisch echoarmes, inhomogenes Parenchym, oft mit feinen echoreichen Septen und reduziertem Volumen im Verlauf. Bei der Immunthyreopathie vom Typ Morbus Basedow ist das Parenchym ebenfalls echoarm, aber im Farbdoppler stark hypervaskularisiert („thyroid inferno"). Die Verlaufskontrolle bekannter Knoten, einer Struma oder einer Thyreoiditis ist eine der wertvollsten Anwendungen — strahlungsfrei und so oft wie nötig.

Indikationen auf einen Blick
Knoten: Tastbefund, Zufallsbefund, TIRADS-Einordnung, Punktionssteuerung
Struma: Volumetrie, diffus vs. knotig, Therapie- und Verlaufskontrolle
Thyreoiditis: Hashimoto (echoarm, inhomogen), Morbus Basedow (hypervaskularisiert)
Verlaufskontrolle: bekannte Knoten, Struma, nach Operation oder Radiojodtherapie
Sonographie & Labor gehören zusammen

Der Schilddrüsenultraschall ersetzt die Funktionsdiagnostik nicht, sondern ergänzt sie: TSH (ggf. fT3/fT4) klärt die Funktion, Antikörper (TPO-AK, TRAK) die Autoimmunität, der Ultraschall die Morphologie. Erst die Kombination führt zur Diagnose — und der Ultraschall steuert die nächste Stufe, etwa eine Szintigraphie bei autonomen Knoten oder eine Feinnadelpunktion bei TIRADS-Verdacht. (Quelle: Wikipedia — Schilddrüsensonografie)

Grundlagen
Ultraschall in der Allgemeinmedizin

Vom Abdomen bis zu Small Parts — wie der Ultraschall die hausärztliche und internistische Diagnostik erweitert.

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Geräteauswahl
Geräte für die Schilddrüse

Hochauflösender Linearschallkopf, Farb-/Power-Doppler und Elastographie — die passenden Systeme auf einen Blick.

Geräte für die Allgemeinmedizin
03 — Befundmuster

Befundmuster in der Schilddrüsen-Sonographie

Das B-Bild zeigt Echogenität und Struktur — der Farbdoppler ergänzt die Vaskularisation. Eine systematische Befundung beschreibt jeden Knoten nach denselben Kriterien: Zusammensetzung, Echogenität, Form, Rand und Echogenitätsherde (Verkalkungen). Genau diese Merkmale fließen in die TIRADS-Risikoeinschätzung ein.

Eher benigne
Beruhigende Zeichen
  • Echoreich oder isoechogen — gleich hell oder heller als das umgebende Parenchym
  • Glatt begrenzt, breiter als hoch — ovale, scharf abgrenzbare Form
  • Rein zystisch / spongiform — überwiegend flüssigkeitsgefüllt, schwammartig
Verdächtig
Warnzeichen (Malignitätshinweis)
  • Echoarm bis sehr echoarm — dunkler als Parenchym, besonders bei solidem Knoten
  • Mikroverkalkungen — feine, punktförmige echoreiche Herde ohne Schallschatten
  • Höher als breit, irregulärer Rand — vertikale Orientierung, unscharfe oder lobulierte Begrenzung
Merkmal Sonographisches Bild Bedeutung
Echogenität echoarm / echoreich / isoechogen Echoarm = höheres Risiko, echoreich = eher benigne
Struktur homogen / inhomogen Inhomogenes Parenchym typisch für Hashimoto
Verkalkungen Mikro- vs. Makroverkalkung Mikroverkalkungen sind ein Malignitätshinweis
Form breiter als hoch / höher als breit „Höher als breit" gilt als verdächtig
Vaskularisation peripher vs. zentral/chaotisch (Farbdoppler) Zentrale Hypervaskularisation als Zusatzkriterium
TIRADS — Risiko strukturiert einschätzen

TIRADS (Thyroid Imaging Reporting and Data System) übersetzt die sonographischen Merkmale in eine Punktwertung und damit in ein abgestuftes Malignitätsrisiko (TR1–TR5). Aus Risikokategorie und Knotengröße ergibt sich die Empfehlung: Verlaufskontrolle oder Feinnadelpunktion (FNAB). TIRADS standardisiert Befundung und Kommunikation — Voraussetzung ist ein Gerät, das alle Merkmale (Echogenität, Form, Ränder, Mikroverkalkungen) sauber auflöst.

04 — Schallkopf & Technik

Schallkopf, Frequenz und Farbdoppler

Die Schilddrüse liegt oberflächlich — das prädestiniert sie für den hochauflösenden Linearschallkopf. Anders als beim Abdomen- oder Herzultraschall kommt es nicht auf Eindringtiefe, sondern auf maximale Detailauflösung im Nahfeld an. Der richtige Schallkopf und seine Frequenz entscheiden über die Qualität der gesamten Untersuchung.

Schallkopf-Wahl
Linear Hochauflösender Linearschallkopf — flache, breite Auflagefläche für die oberflächliche Schilddrüse
MHz Hochfrequenz (ca. 7,5–15 MHz) für maximale Detailauflösung im Nahfeld
CD/PD Farb- und Power-Doppler zur Darstellung der Vaskularisation von Parenchym und Knoten

Höhere Frequenzen verbessern die Auflösung, kosten aber Eindringtiefe — bei sehr großer Struma oder tief liegenden, retrosternalen Anteilen kann daher eine etwas niedrigere Frequenz oder ergänzend ein Konvexschallkopf nötig sein. Der Farbdoppler macht die Durchblutung sichtbar: Bei Morbus Basedow zeigt sich eine ausgeprägte Hypervaskularisation, der Power-Doppler erfasst auch niedrige Flüsse und ist deshalb für die feine Knotenvaskularisation besonders geeignet.

Volumetrie Schilddrüsenvolumen berechnen (Ellipsoidformel)
Lappenmaße — Länge × Breite × Tiefe, gemessen im Längs- und Querschnitt
5,0 × 2,0 × 1,8 cm
Ellipsoidformel — L × B × T × 0,52 je Lappen → 5,0 × 2,0 × 1,8 × 0,52
≈ 9,4 ml
Gesamtvolumen — Summe beider Lappen (Isthmus i. d. R. vernachlässigt)
≈ 18,8 ml

Richtwerte für die Obergrenze: ca. 18 ml bei Frauen, ca. 25 ml bei Männern. Die reproduzierbare Volumetrie ist die Grundlage jeder Verlaufskontrolle bei Struma — exakte Messungen setzen ein scharfes B-Bild und eine zuverlässige Kalipersetzung voraus.

Elastographie — Gewebehärte als Zusatzkriterium

Verfahren Misst Nutzen an der Schilddrüse
B-Mode Echostruktur, Form, Ränder Basis jeder Befundung und TIRADS-Einordnung
Farb-/Power-Doppler Vaskularisation (Perfusion) Hypervaskularisation, Basedow, Knotendurchblutung
Elastographie Gewebehärte (Steifigkeit) Zusatzkriterium — harte Knoten potenziell verdächtiger

Die Elastographie (Strain- oder Scherwellen-Elastographie) bewertet die Gewebehärte und kann als Zusatzkriterium die Knotenbeurteilung ergänzen — harte Knoten sind tendenziell verdächtiger. Sie ersetzt TIRADS nicht, liefert aber bei unklaren Befunden ein zusätzliches Argument. Wer Elastographie nutzen möchte, sollte sie bei der Gerätewahl gezielt mitberücksichtigen.

Schilddrüsen-Sonographie — Querschnitt beider Schilddrüsenlappen mit Knoten und Farbdoppler

Querschnitt der Schilddrüse — beide Lappen und Isthmus im B-Mode, Knoten mit Farbdoppler-Vaskularisation

Standardisierte Schnittebenen beachten

Reproduzierbare Volumina und Knotengrößen setzen standardisierte Schnittebenen voraus — Längs- und Querschnitt durch die Lappenmitte, Knoten in zwei Ebenen vermessen. Eine schräge Anlotung verzerrt Maße und Volumen systematisch. Ein scharfes B-Bild mit guter Nahfeldauflösung und eine präzise Kalipersetzung sind die Voraussetzung für verlässliche Verlaufswerte.

Im Cluster
Weitere Ultraschall-Verfahren

Schilddrüse, Abdomen, Small Parts und mehr — das Sonographie-Spektrum für die Allgemeinmedizin im Überblick.

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Linearschallkopf & Elastographie

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Empfehlung für die Schilddrüsen-Sonographie
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Schilddrüse-Highlight

Der hochauflösende Linearschallkopf bildet die oberflächliche Schilddrüse detailreich ab, der Power-Doppler macht selbst niedrige Knotenflüsse sichtbar, und die Scherwellen-Elastographie liefert die Gewebehärte als Zusatzkriterium zu TIRADS. Auto-Workflows und Mess-Tools beschleunigen die Volumetrie und die Verlaufsdokumentation.

  • Hochauflösender Linearschallkopf: maximale Detailauflösung im Nahfeld für Schilddrüse und Small Parts
  • Farb- & Power-Doppler: Vaskularisation von Parenchym und Knoten, auch bei niedrigen Flüssen
  • Scherwellen-Elastographie: objektive Gewebehärte als Zusatzkriterium zur Knotenbeurteilung
  • Mess- & Volumetrie-Tools: reproduzierbare Knotengröße und Schilddrüsenvolumen für die Verlaufskontrolle
05 — Klinik

Klinische Anwendungen der Schilddrüsen-Sonographie

Kaum eine Schilddrüsenfrage kommt ohne Ultraschall aus. Die wichtigsten Anwendungen — vom Knoten über die Thyreoiditis bis zur Punktionssteuerung — im praxisnahen Überblick.

Die Knotenabklärung ist die häufigste Indikation. Der Ultraschall beschreibt jeden Knoten standardisiert (Zusammensetzung, Echogenität, Form, Rand, Verkalkungen) und ordnet ihn nach TIRADS ein. Aus Risikokategorie und Größe folgt die Entscheidung: Verlaufskontrolle oder Feinnadelpunktion.

Schilddrüsen-Sonographie — echoarmer Knoten im Längsschnitt der Schilddrüse

Längsschnitt eines Schilddrüsenlappens — Grundlage der Knotenbeurteilung und TIRADS-Einordnung

MerkmalKlinische Bedeutung
EchogenitätEchoarme solide Knoten haben das höchste Malignitätsrisiko — wichtigstes Einzelmerkmal.
MikroverkalkungenFeine punktförmige Herde ohne Schallschatten — starker Malignitätshinweis (papilläres Karzinom).
Form & Rand„Höher als breit" und irregulärer Rand erhöhen den TIRADS-Punktwert.
FNAB-IndikationAus TIRADS-Kategorie und Knotengröße abgeleitet — ultraschallgesteuerte Punktion.

Bei der Struma liefert der Ultraschall das exakte Volumen beider Lappen über die Ellipsoidformel und unterscheidet die diffuse von der knotigen (Knotenstruma) Form. Die reproduzierbare Volumetrie steuert Therapie (z. B. Jod/Levothyroxin) und Verlaufskontrolle.

BefundSonographische Beurteilung
Diffuse StrumaGleichmäßig vergrößertes, oft homogenes Parenchym — Volumen über Normgrenze.
KnotenstrumaMultiple Knoten unterschiedlicher Echogenität — jeder Knoten einzeln nach TIRADS bewerten.
VolumetrieL × B × T × 0,52 je Lappen — Grundlage von Therapie- und Verlaufsentscheidung.
Retrosternale AnteileBegrenzte Schallbarkeit hinter dem Sternum — ggf. ergänzende Schnittbildgebung.
Verlaufskontrolle ohne Strahlung

Weil der Ultraschall strahlungsfrei ist, eignet er sich ideal für die engmaschige Verlaufskontrolle einer Struma oder bekannter Knoten — so oft wie klinisch nötig, ohne kumulative Belastung. Voraussetzung sind standardisierte Schnittebenen und ein Gerät mit reproduzierbarer Bildqualität.

Die Autoimmunthyreopathien haben charakteristische Ultraschallmuster. Die Hashimoto-Thyreoiditis zeigt ein echoarmes, inhomogenes Parenchym mit reduziertem Volumen im Verlauf; der Morbus Basedow imponiert echoarm und im Farbdoppler stark hypervaskularisiert.

Hashimoto
Echoarm & inhomogen
Diffus echoarmes, inhomogenes Parenchym, oft mit echoreichen Septen; TPO-AK positiv.
Basedow
Hypervaskularisiert
Echoarm mit ausgeprägter Durchblutung („thyroid inferno") im Farbdoppler; TRAK positiv.
FormKlinische Bedeutung
Hashimoto-ThyreoiditisHäufigste Hypothyreose-Ursache — echoarm/inhomogen, Verlaufskontrolle des Volumens.
Morbus BasedowHyperthyreose — diffuse Hypervaskularisation als typisches Farbdoppler-Zeichen.
Subakute ThyreoiditisDe Quervain — landkartenartige echoarme Areale, druckschmerzhaft.
Post partumTransiente Thyreoiditis — Verlaufskontrolle von Echostruktur und Funktion.

Über die Schilddrüse hinaus deckt der Linearschallkopf das gesamte Small-Parts-Spektrum am Hals ab.

AnwendungKlinischer Nutzen
Feinnadelpunktion (FNAB)Ultraschallgesteuerte Punktion verdächtiger Knoten — präzise Nadelführung in Echtzeit.
HalslymphknotenBeurteilung von Größe, Hilus und Vaskularisation — Staging und Verlauf nach Karzinom.
NebenschilddrüsenAdenom-Suche bei Hyperparathyreoidismus — echoarme Raumforderung dorsal der Schilddrüse.
Speicheldrüsen / WeichteileDerselbe Linearschallkopf für Parotis, Submandibularis und oberflächliche Weichteile.
Allgemeinmedizin
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06 — Gerätewahl & Abrechnung

Kriterien für die Gerätewahl bei der Schilddrüsen-Sonographie

Ein Ultraschallsystem ist eine Investition für Jahre. Entscheidend ist nicht die längste Featureliste, sondern das passende Profil für Ihr Patientengut — von der gelegentlichen Schilddrüsensonographie in der Hausarztpraxis bis zur spezialisierten endokrinologischen Knoten- und Punktionssprechstunde.

Worauf es ankommt
Die entscheidenden Auswahlkriterien
Muss-Kriterien
  • Hochauflösender Linearschallkopf — ca. 7,5–15 MHz, maximale Nahfeldauflösung für die oberflächliche Schilddrüse
  • Farb- und Power-Doppler — Vaskularisation von Parenchym und Knoten, auch bei niedrigen Flüssen
  • Präzise Mess- & Volumetrie-Tools — reproduzierbare Knotengröße und Schilddrüsenvolumen
  • Scharfe B-Bild-Auflösung — feine Mikroverkalkungen und Echogenität klar erkennbar (TIRADS)
Kür — je nach Schwerpunkt
  • Elastographie — Gewebehärte als Zusatzkriterium zur Knotenbeurteilung
  • Punktionsführung (Needle Guide) — Nadelvisualisierung für die ultraschallgesteuerte FNAB
  • Mobilität — kompaktes oder tragbares System für Hausbesuch und mehrere Räume
  • KI-gestützte Befundung — automatische TIRADS-Vorschläge an der Spitze des Spektrums
Praxistipp: Eine Hausarztpraxis mit gelegentlicher Schilddrüsensonographie ist mit einem soliden Mittelklasse-System und gutem Linearschallkopf bestens bedient — eine spezialisierte Endokrinologie mit Knoten- und Punktionssprechstunde profitiert von Elastographie, Punktionsführung und Premium-Bildqualität. Lassen Sie immer eine Demo mit Ihren eigenen Patienten durchführen; die Nahfeldauflösung am realen Knoten ist das ehrlichste Auswahlkriterium.
Hochauflösender Linearschallkopf für die Schilddrüsen-Sonographie und Small Parts

Hochauflösender Linearschallkopf — das zentrale Werkzeug für Schilddrüse, Halslymphknoten und Small Parts

Vorteile der Schilddrüsen-Sonographie im Überblick

VorteilKlinische Bedeutung
Keine StrahlungBeliebig oft wiederholbar — ideal für Verlaufskontrollen, Schwangerschaft und junge Patienten.
Sofort am PatientenTastbefund direkt abklären — Diagnose ohne Wartezeit oder Überweisung.
Hohe DetailauflösungLinearschallkopf zeigt Mikroverkalkungen und Knotenränder — Basis für TIRADS.
PunktionssteuerungEchtzeit-Nadelführung macht die FNAB sicher und präzise.
Grenzen & Herausforderungen
  • Untersucherabhängigkeit: Bildqualität und Befund hängen stark von Erfahrung und Schnittführung ab — Standardisierung mildert das.
  • Keine Funktionsaussage: Der Ultraschall zeigt Morphologie, nicht die Stoffwechsellage — TSH/Antikörper und ggf. Szintigraphie ergänzen.
  • Retrosternale Anteile: Hinter dem Sternum gelegene Strumaanteile sind sonographisch nur eingeschränkt beurteilbar.
  • Dignität nicht sicher: Auch TIRADS schätzt nur ein Risiko — die endgültige Klärung liefert die Feinnadelpunktion.

Schilddrüsen-Sonographie abrechnen — GOÄ und EBM

Die Abrechnung hängt vom Versicherungsstatus ab. Die folgenden Ziffern geben eine Orientierung — verbindliche Auskunft erteilen die zuständige Kassenärztliche Vereinigung oder ein Abrechnungsspezialist.

EBM Gesetzlich Versicherte (GKV)
ZifferLeistungHinweis
33012Sonographie der Schilddrüse (B-Mode)Genehmigungspflichtig nach Ultraschall-Vereinbarung
33075Optische Führungshilfe (Punktion) — ZuschlagErgänzend bei ultraschallgesteuerter FNAB
Wichtig: Die Sonographie nach EBM setzt eine KV-Genehmigung gemäß Ultraschall-Vereinbarung (Qualitätssicherung) voraus. Die genauen Ziffern und Zuschläge entnehmen Sie dem aktuellen EBM Ihrer KV. (Quelle: KBV — Einheitlicher Bewertungsmaßstab (EBM))
GOÄ Privatpatienten & Selbstzahler
ZifferLeistungHinweis
417Sonographie eines Organs (z. B. Schilddrüse)Basisziffer der Organsonographie
420Zuschlag je weiteres Organ / weitere RegionZ. B. Halslymphknoten zusätzlich
401Duplex-/Farbduplex-Sonographie — ZuschlagBei Farbdoppler der Vaskularisation
Hinweis: Diese Angaben dienen der Information und ersetzen keine verbindliche Abrechnungsberatung. Steigerungsfaktor und kombinierbare Ziffern richten sich nach Aufwand und Begründung. (Quelle: Virchow Bund — GOÄ Sonographie Abrechnung)
Fazit

Die Schilddrüsen-Sonographie ist die diagnostische Basis bei jeder Schilddrüsenerkrankung: Sie liefert Volumen, Echostruktur, Knotenmorphologie und Vaskularisation in Echtzeit — ohne Strahlung, sofort am Patienten, beliebig oft wiederholbar. Wer ein Gerät beschafft, sollte auf einen hochauflösenden Linearschallkopf (ca. 7,5–15 MHz), Farb- und Power-Doppler, präzise Mess-Tools und — je nach Schwerpunkt — Elastographie und Punktionsführung achten. Welches System zu Ihrer Praxis passt, klären wir herstellerunabhängig in einer persönlichen Beratung — einen Überblick über das Portfolio finden Sie auf der Seite Ultraschall für die Allgemeinmedizin.

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Häufige Fragen

Die häufigsten Fragen
zur Schilddrüsen-Sonographie

Aus der Praxis — für Allgemeinmediziner, Internisten und Endokrinologen, die den Schilddrüsenultraschall täglich nutzen und ein passendes Gerät suchen.

Die Schilddrüsen-Sonographie (Ultraschall der Schilddrüse, Schilddrüsenultraschall) ist die bildgebende Untersuchung beider Schilddrüsenlappen, des Isthmus und der Halslymphknoten mit hochfrequentem Ultraschall. Sie beurteilt Volumen, Echostruktur, Knoten und mit Farbdoppler die Durchblutung (Vaskularisation). Die Untersuchung ist nicht-invasiv, schmerzfrei, ohne Strahlung und beliebig oft wiederholbar. In der allgemeinmedizinischen und internistischen Praxis ist sie die wichtigste apparative Basisdiagnostik bei Schilddrüsenerkrankungen und kombiniert das B-Bild mit Farb- und Power-Doppler.
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