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Leber-Elastographie — Lebersteifigkeit messen

Die Leber-Elastographie misst die Lebersteifigkeit nicht-invasiv in Kilopascal (kPa) und ersetzt in vielen Fällen die Leberbiopsie zur Beurteilung von Leberfibrose und -zirrhose. Dieser Leitfaden zeigt Scherwellen- und transiente Elastographie, die Werte-Interpretation nach Fibrosestadien, die Steatose-Quantifizierung (CAP) — und die entscheidenden Kriterien, worauf Sie bei einem Ultraschallsystem mit integrierter Elastographie achten sollten.

Aktualisiert 2026
13 Min. Lesezeit
SONORING DORMED Redaktion
Leber-Elastographie — Lebersteifigkeitsmessung mit farbcodiertem Scherwellen-Elastogramm und kPa-Wert auf dem Ultraschallmonitor
01 — Definition

Was ist Leber-Elastographie?

Kurzdefinition

Die Leber-Elastographie (Lebersteifigkeitsmessung, Elastographie der Leber) misst nicht-invasiv die Steifigkeit des Lebergewebes und gibt sie als Zahlenwert in Kilopascal (kPa) aus. Steiferes Gewebe spricht für einen höheren Fibrosegrad: Je weiter eine Leberfibrose fortgeschritten ist, desto höher die gemessene Lebersteifigkeit. Die Untersuchung ist schmerzfrei, ohne Strahlung, in wenigen Minuten am Ultraschallgerät durchführbar und beliebig oft wiederholbar — die ideale Methode zur Erst- und Verlaufsbeurteilung chronischer Lebererkrankungen.

Physikalisch beruht die Elastographie auf der Ausbreitung von Scherwellen im Gewebe: Ein akustischer Push-Impuls des Schallkopfs erzeugt im Leberparenchym transversale Wellen, deren Ausbreitungsgeschwindigkeit gemessen wird. Aus dieser Geschwindigkeit (in m/s) berechnet das System nach dem Young-Modul direkt die Gewebesteifigkeit in kPa. Weiches, gesundes Lebergewebe leitet die Scherwelle langsam — fibrotisch umgebautes, steifes Gewebe schnell.

Anders als bei einer Leberbiopsie wird kein Gewebe entnommen, und anders als bei CT oder MRT entsteht keine Strahlenbelastung. Genau das macht die Elastographie für Gastroenterologen, Internisten und Hausärzte zum bevorzugten Werkzeug, um eine Leberfibrose früh zu erkennen, ihren Schweregrad einzuordnen und den Verlauf unter Therapie zu überwachen — direkt am Untersuchungsplatz, im gleichen Arbeitsgang wie der abdominelle Ultraschall.

kPa
Steifigkeit
Lebersteifigkeit als Zahlenwert — der Leitparameter der Fibrosebeurteilung
SWE
Scherwellen
Geschwindigkeit der Scherwelle im Gewebe → Young-Modul → kPa
0
Strahlung
Nicht-invasiv, schmerzfrei, beliebig oft wiederholbar
Leber-Elastographie — Scherwellen-Elastogramm mit farbcodierter ROI-Box und Lebersteifigkeit in kPa

Scherwellen-Elastographie (Scherwellenelastographie) der Leber — farbcodierte Steifigkeitskarte (ROI-Box) im B-Bild mit Messwert in kPa

02 — Verfahren

Verfahren — Scherwellen-Elastographie, transiente Elastographie und CAP

Für die Lebersteifigkeitsmessung gibt es zwei technische Hauptansätze. Beide messen kPa, unterscheiden sich aber in der Bildführung und in der Frage, ob die Messung in das normale Ultraschallsystem integriert ist.

SWE
Scherwellen-Elastographie — bildgeführt

Die 2D-Scherwellen-Elastographie (SWE) ist direkt in das Ultraschallsystem integriert. Im B-Bild platzieren Sie eine farbcodierte Mess-Box (ROI) gezielt im Leberparenchym — unter Sicht, fern von Gefäßen und Gallengängen. Das System misst die Scherwellengeschwindigkeit flächig und gibt die Steifigkeit in kPa aus. Vorteil: Sie sehen die Leber, wählen die Messstelle bewusst und erhalten Bild und Wert in einem Gerät.

TE
Transiente Elastographie — punktuell

Die transiente Elastographie (bekannt durch das Gerät „FibroScan", ein Markenname) nutzt einen mechanischen Impuls und misst die Steifigkeit eindimensional, ohne begleitendes B-Bild. Sie ist etabliert und gut validiert, erfordert aber ein dediziertes Zusatzgerät. Moderne Ultraschallsysteme bilden diese Funktion heute mit integrierter SWE ab — ein Gerät statt zwei.

CAP / Steatose — den Fettgehalt zusätzlich quantifizieren

Parallel zur Steifigkeit lässt sich der Fettgehalt der Leber (Steatose) quantifizieren. Der CAP-Wert (Controlled Attenuation Parameter, in dB/m) bzw. die ultraschallbasierte Fettquantifizierung beschreiben die Schalldämpfung durch Leberfett und ermöglichen eine objektive Einordnung der Steatose. Bei der nicht-alkoholischen / metabolischen Fettlebererkrankung (NAFLD/MASLD) liefern Steifigkeit (Fibrose) und Fettgehalt (Steatose) gemeinsam das vollständige Bild.

Verfahren auf einen Blick
SWE (Scherwellen): in das Ultraschallsystem integriert, bildgeführte ROI-Platzierung — ein Gerät für B-Bild und Steifigkeit
Transiente Elastographie: punktuell, ohne B-Bild — bewährtes Dedikatgerät (Markenbegriff „FibroScan")
CAP / Fettquantifizierung: ergänzt die Steifigkeit um den Steatose-Grad — zentral bei NAFLD/MASLD
„FibroScan" ist ein Markenname

FibroScan bezeichnet kein Verfahren, sondern ein konkretes Gerät für die transiente Elastographie (Hersteller Echosens). Das eigentliche Prinzip — Steifigkeit aus der Scherwellengeschwindigkeit — ist herstellerübergreifend. Moderne Ultraschallsysteme haben die Scherwellen-Elastographie (SWE) direkt integriert: Sie messen Lebersteifigkeit in kPa im selben Gerät, mit dem Sie ohnehin den Abdomen-Ultraschall durchführen — ohne separates Elastographiegerät. (Quelle: Wikipedia — Elastographie)

Grundlagen
SWE vs. transiente Elastographie

Bildgeführte Scherwellen-Messung im Ultraschallsystem oder punktuelles Dedikatgerät? Die beiden Verfahren im direkten Vergleich.

Verfahren vergleichen
Geräteauswahl
Systeme mit integrierter SWE

Konvexer Schallkopf, integrierte Scherwellen-Elastographie und Qualitätsindikatoren — die passenden Geräte für die Leber-Elastographie.

Geräte für die Allgemeinmedizin
03 — Indikationen

Indikationen — Leberfibrose, MASLD und Verlaufskontrolle

Die Leber-Elastographie ist überall dort indiziert, wo eine chronische Lebererkrankung beurteilt oder im Verlauf überwacht werden soll. Sie beantwortet die klinisch entscheidende Frage: Wie weit ist die Leberfibrose fortgeschritten — und entwickelt sie sich unter Therapie zurück?

Diagnose
Fibrose & Zirrhose erkennen
  • Leberfibrose — Schweregrad der Vernarbung (Stadium F0–F4) nicht-invasiv einordnen
  • Leberzirrhose — fortgeschrittenes Endstadium (F4) früh erkennen, vor klinischen Komplikationen
  • Risikostratifizierung für portale Hypertonie und hepatozelluläres Karzinom (Vorsorge)
Ursachen
NAFLD/MASLD, Hepatitis & mehr
  • NAFLD/MASLD — metabolische Fettleber: Steatose (CAP) und Fibrose (kPa) gemeinsam beurteilen
  • Virushepatitis B/C und alkoholische Lebererkrankung — Fibrosegrad ohne Biopsie
  • Steatose-Quantifizierung — objektiver Fettgehalt statt subjektiver „helle Leber" im B-Bild
Verlaufskontrolle — die eigentliche Stärke

Weil die Lebersteifigkeitsmessung schmerzfrei, strahlungsfrei und beliebig wiederholbar ist, eignet sie sich ideal zur Verlaufskontrolle: Spricht eine Hepatitis-Therapie an, geht der CAP unter Gewichtsreduktion bei MASLD zurück, stabilisiert sich die Fibrose? Eine Leberbiopsie könnte man dafür nicht alle paar Monate wiederholen — eine Elastographie schon. Voraussetzung für vergleichbare Verlaufswerte: gleiche Messmethode, gleiches Gerät, standardisierte Bedingungen (nüchtern, Ruhe).

04 — Werte-Interpretation

Werte-Interpretation — kPa-Bereiche und Fibrosestadien

Der kPa-Wert ist der Leitparameter: Je höher die Lebersteifigkeit, desto fortgeschrittener die Fibrose. Die genauen Schwellenwerte hängen von Methode, Gerät und Grunderkrankung ab — die folgenden Bereiche dienen der Orientierung und ersetzen nicht die methodenspezifischen Cut-offs des jeweiligen Systems.

Lebersteifigkeit
c Scherwellengeschwindigkeit im Gewebe (in m/s) — die eigentliche Messgröße
ρ Gewebedichte (als konstant angenommen)
E Young-Modul = Lebersteifigkeit in kPa — der ausgegebene Wert

Orientierende Einteilung der Fibrosestadien (SWE)

Stadium Steifigkeit Klinische Zuordnung
F0–F1 < ~7 kPa Keine bis geringe Fibrose — weiches Lebergewebe
F2 ~7–9 kPa Signifikante Fibrose — Abklärung und Verlauf
F3 ~9–12 kPa Fortgeschrittene Fibrose — engmaschige Kontrolle
F4 > ~12–15 kPa Zirrhose wahrscheinlich — Komplikations-Screening

Wichtig: Die genannten Cut-offs sind methoden- und ätiologieabhängig und variieren zwischen transienter Elastographie und SWE sowie zwischen den Herstellern. Verbindlich sind stets die für das eingesetzte System und die Grunderkrankung validierten Schwellenwerte — etwa nach den DEGUM- und EFSUMB-Empfehlungen. Ergänzend grenzt der CAP- bzw. Fettquantifizierungswert die Steatose ab.

Qualität sichern IQR/Median — wann ist eine Messung verwertbar?
Mehrere Einzelmessungen — typischerweise 10 gültige Messungen im selben Areal
n = 10
Streuung — Interquartilsabstand relativ zum Median (IQR/Median)
IQR/M < 30 %
Verwertbarer Median — erst bei geringer Streuung ist der kPa-Wert belastbar
6,2 kPa

Qualitätsindikatoren sind entscheidend: Ein Median ist nur verwertbar, wenn die Streuung (IQR/Median) niedrig ist — ein gutes Gerät zeigt diese Kennzahlen automatisch an und markiert ungültige Messungen. Standardisiert wird nüchtern, in Rückenlage, im rechten Leberlappen über die Interkostalräume gemessen.

Leber-Elastographie — kPa-Messung der Lebersteifigkeit mit farbcodiertem Elastogramm am Ultraschallsystem

Lebersteifigkeitsmessung am Ultraschallsystem — farbcodiertes Elastogramm im B-Bild mit kPa-Readout und Qualitätsindikatoren

Störfaktoren beachten

Mehrere Faktoren erhöhen die gemessene Lebersteifigkeit unabhängig von der Fibrose und können falsch-hohe kPa-Werte verursachen: akute Hepatitis (Transaminasen↑), Cholestase, Rechtsherzinsuffizienz mit Leberstauung sowie eine nicht-nüchterne Messung. Standardisierte Bedingungen (nüchtern, Ruhe, korrekte Anlotung) und die Qualitätsindikatoren des Geräts sind deshalb unverzichtbar für belastbare Werte.

MASLD / NAFLD
Fibrose und Steatose gemeinsam

Warum bei der Fettleber Steifigkeit (kPa) und Fettgehalt (CAP) zusammen beurteilt werden müssen.

Zu den Indikationen
Beratung
SWE & Fettquantifizierung im Gerät

Welche Systeme bieten integrierte Scherwellen-Elastographie samt Steatose-Quantifizierung? Wir beraten Sie persönlich.

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Das Resona I9 ist ein Premium-System mit vollständig integrierter Scherwellen-Elastographie: Sie messen die Lebersteifigkeit in kPa und quantifizieren die Steatose im selben Gerät, mit dem Sie den abdominellen Ultraschall durchführen — ein Gerät statt zweier. Für Gastroenterologen und Internisten, die Leberfibrose und MASLD auf höchstem Niveau beurteilen und im Verlauf überwachen.

Elastographie-Highlight

Mit integrierter 2D-Scherwellen-Elastographie und Fettquantifizierung liefert das Resona I9 Steifigkeit (kPa) und Steatose in einem Workflow — inklusive automatischer Qualitätsindikatoren (Median, IQR), die ungültige Messungen markieren. Der konvexe Schallkopf sorgt für die nötige Eindringtiefe in den rechten Leberlappen.

  • Integrierte 2D-SWE: bildgeführte ROI-Platzierung, Lebersteifigkeit in kPa direkt im B-Bild
  • Steatose-Quantifizierung: objektiver Fettgehalt der Leber — bei NAFLD/MASLD ergänzend zur Fibrose
  • Konvexer Schallkopf: hohe Eindringtiefe für die interkostale Lebermessung
  • Qualitätsindikatoren: Median, IQR/Median und gültig/ungültig-Markierung für belastbare Verlaufswerte
05 — Methodenvergleich

Elastographie vs. Leberbiopsie

Die Leberbiopsie galt lange als Referenzmethode der Fibrosebeurteilung — die Elastographie hat sie für viele Fragestellungen abgelöst. Wann welche Methode sinnvoll ist, im praxisnahen Überblick.

Die Leber-Elastographie misst die Steifigkeit schmerzfrei in Minuten, ohne Eingriff und ohne Strahlung. Sie erfasst ein deutlich größeres Lebervolumen als eine Biopsie und ist beliebig oft wiederholbar — ideal für Screening und Verlauf. Sie liefert einen kontinuierlichen kPa-Wert statt einer kategorialen Histologie.

Leber-Elastographie — nicht-invasive Lebersteifigkeitsmessung mit Scherwellen-Elastogramm

Nicht-invasive Lebersteifigkeitsmessung — farbcodiertes Scherwellen-Elastogramm mit kPa-Wert im Leberparenchym

EigenschaftKlinische Bedeutung
Nicht-invasivKeine Gewebeentnahme, kein Blutungs- oder Infektionsrisiko — ambulant durchführbar.
WiederholbarBeliebig oft für Verlauf und Therapiekontrolle — eine Biopsie nicht.
Großes MessvolumenErfasst mehr Lebergewebe als ein Biopsiezylinder — weniger Sampling-Fehler.
kPa-WertKontinuierlicher, objektiver Zahlenwert — gut für Verlaufsvergleiche geeignet.

Die Leberbiopsie bleibt unverzichtbar, wenn es nicht nur um den Fibrosegrad geht, sondern um die Ätiologie und Aktivität einer Lebererkrankung — etwa bei unklarer Genese, Verdacht auf Autoimmunhepatitis, Overlap-Syndrome oder zur Beurteilung der entzündlichen Aktivität (Grading). Sie liefert histologische Information, die kein kPa-Wert ersetzt.

AspektBewertung der Biopsie
ÄtiologieHistologie klärt die Ursache (Autoimmun, Speicher, Overlap) — Elastographie nicht.
Aktivität (Grading)Entzündungsaktivität nur histologisch beurteilbar.
InvasivitätEingriff mit Blutungs-/Schmerzrisiko, meist stationär — nicht beliebig wiederholbar.
Sampling-FehlerKleiner Gewebezylinder kann fokale Fibrose über-/unterschätzen.
Stufendiagnostik in der Praxis

In der Praxis ist die Elastographie meist der erste Schritt: Sie stratifiziert das Risiko und identifiziert Patienten mit fortgeschrittener Fibrose. Eine Biopsie wird nur noch gezielt eingesetzt, wenn die Ätiologie unklar bleibt oder eine histologische Aktivitätsbeurteilung therapierelevant ist. Für die meisten MASLD- und Hepatitis-Verläufe genügt die nicht-invasive Messung.

Beide Methoden ergänzen sich — die Elastographie für Screening und Verlauf, die Biopsie für die histologische Detailfrage.

kPa
Elastographie
Fibrosegrad, Verlauf, Screening — nicht-invasiv und wiederholbar.
Histo
Biopsie
Ätiologie und Aktivität — wenn die Ursachenklärung therapierelevant ist.
KriteriumElastographie vs. Biopsie
BelastungElastographie schmerzfrei und ambulant — Biopsie invasiv mit Risiken.
VerlaufElastographie beliebig wiederholbar — Biopsie nicht.
ÄtiologieNur die Biopsie liefert die histologische Ursachenklärung.
ErststrategieElastographie als nicht-invasiver Einstieg, Biopsie gezielt bei offenen Fragen.
Geräte
Systeme mit integrierter SWE

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Werte
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Zur Werte-Interpretation
06 — Gerätewahl & Abrechnung

Kriterien für die Gerätewahl bei der Leber-Elastographie

Wer Lebersteifigkeit messen will, muss heute kein separates Elastographiegerät anschaffen. Entscheidend ist ein Ultraschallsystem mit integrierter Scherwellen-Elastographie — dann erledigen Sie Abdomen-Ultraschall, Steifigkeit und Steatose in einem Arbeitsgang, mit einem Gerät.

Worauf es ankommt
Die entscheidenden Auswahlkriterien
Muss-Kriterien
  • Integrierte 2D-Scherwellen-Elastographie — Lebersteifigkeit in kPa im selben Ultraschallsystem, bildgeführt
  • Konvexer Schallkopf — ausreichende Eindringtiefe für die interkostale Messung im rechten Leberlappen
  • Qualitätsindikatoren — Anzeige von Median, IQR/Median und gültig/ungültig je Messung
  • Gute B-Bild-Qualität — saubere Anlotung und ROI-Platzierung fern von Gefäßen sind Voraussetzung für belastbare Werte
Kür — je nach Schwerpunkt
  • Steatose-/Fettquantifizierung — objektiver Fettgehalt (CAP-Äquivalent) für die MASLD-Diagnostik
  • Geführter Elastographie-Workflow — automatische Sammlung mehrerer Messungen und Statistik
  • Verlaufsdokumentation — Trendanzeige der kPa-Werte über die Zeit
  • Mehrzweck-Schallköpfe — wenn das Gerät auch Schilddrüse, Gefäße und Abdomen abdecken soll
Praxistipp: Eine hausärztliche oder internistische Praxis mit gelegentlicher Lebersteifigkeitsmessung ist mit einem soliden Mittelklasse-System mit integrierter SWE bestens bedient — eine gastroenterologische Schwerpunktpraxis mit hohem Leberaufkommen profitiert von einem Premium-Gerät mit Steatose-Quantifizierung und geführtem Workflow. Lassen Sie immer eine Demo mit eigenen Patienten durchführen.
Ultraschall-Standgerät mit integrierter Scherwellen-Elastographie für die Leber-Elastographie

Ultraschall-Standgerät mit integrierter Scherwellen-Elastographie — ein Gerät für Abdomen-Ultraschall, Lebersteifigkeit und Steatose

Vorteile der Leber-Elastographie im Überblick

VorteilKlinische Bedeutung
Nicht-invasivKeine Gewebeentnahme, kein Eingriffsrisiko — ambulant in Minuten durchführbar.
Keine StrahlungBeliebig oft wiederholbar — ideal für Screening und Verlaufskontrolle.
IntegriertIm normalen Ultraschall-Workflow — kein separates Elastographiegerät nötig.
QuantitativObjektiver kPa-Wert plus Steatose-Quantifizierung statt subjektivem Bildeindruck.
Grenzen & Herausforderungen
  • Störfaktoren: Akute Hepatitis, Cholestase, Leberstauung und nicht-nüchterne Messung können die Steifigkeit falsch erhöhen.
  • Adipositas & Aszites: Ungünstige Schallbedingungen können die Messung erschweren — auf Eindringtiefe und Schallkopf achten.
  • Methodenabhängige Cut-offs: Schwellenwerte unterscheiden sich zwischen transienter Elastographie und SWE sowie zwischen Herstellern.
  • Keine Ätiologie: Die Elastographie misst Steifigkeit, nicht die Ursache — bei unklarer Genese bleibt die Biopsie nötig.

Leber-Elastographie abrechnen — GOÄ-Hinweis

Die Abrechnung der Sonographie und ihrer Zusatzleistungen hängt vom Versicherungsstatus, der Fachgruppe und den konkreten Voraussetzungen ab. Die folgenden Angaben dienen ausschließlich der Orientierung — verbindliche Auskunft erteilen die zuständige Kassenärztliche Vereinigung bzw. ein Abrechnungsspezialist.

GOÄ Privatpatienten & Selbstzahler
ZifferLeistungHinweis
410Ultraschalluntersuchung eines Organs (z. B. Leber)Basisziffer der Abdomen-Sonographie
420Zuschlag für jedes weitere OrganErgänzend bei mehreren Organen
401Ergänzende Doppler-/Duplex-UntersuchungSofern duplexsonographisch ergänzt
Hinweis: Für die Elastographie selbst existiert keine eigene, allgemein etablierte GOÄ-Ziffer; sie wird je nach Konstellation über Sonographieziffern bzw. analog abgebildet. Steigerungsfaktor und kombinierbare Ziffern richten sich nach Aufwand und Begründung. (Quelle: Virchow Bund — GOÄ Sonographie Abrechnung)
Info Gesetzlich Versicherte (GKV)
AspektPraxis-Hinweis
Sono-GenehmigungAbdomen-Sonographie nach EBM setzt die KV-Genehmigung gemäß Ultraschall-Vereinbarung voraus.
ElastographieErstattungsfähigkeit und Voraussetzungen sind indikations- und KV-abhängig — vorab klären.
IndikationHäufig an chronische Lebererkrankungen (Hepatitis, MASLD) und Verlaufskontrolle gebunden.
Wichtig: Diese Angaben sind reine Information und ersetzen keine verbindliche Abrechnungsberatung. Maßgeblich sind die aktuellen Vorgaben Ihrer Kassenärztlichen Vereinigung und der jeweils gültige Leistungskatalog.
Fazit

Die Leber-Elastographie ist die nicht-invasive Standardmethode zur Beurteilung von Leberfibrose und -zirrhose: Sie misst die Lebersteifigkeit in kPa, ergänzt durch die Steatose-Quantifizierung (CAP), und ersetzt in vielen Fällen die Leberbiopsie — schmerzfrei, ohne Strahlung, beliebig oft wiederholbar. Wer ein Gerät beschafft, sollte auf integrierte Scherwellen-Elastographie, einen leistungsfähigen konvexen Schallkopf und aussagekräftige Qualitätsindikatoren achten. So messen Sie Steifigkeit und Steatose im gleichen System wie den Abdomen-Ultraschall. Welches System zu Ihrer Praxis passt, klären wir herstellerunabhängig in einer persönlichen Beratung — einen Überblick über das passende Portfolio finden Sie auf der Seite Ultraschall für die Allgemeinmedizin.

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Häufige Fragen

Die häufigsten Fragen
zur Leber-Elastographie

Aus der Praxis — für Gastroenterologen, Internisten und Hausärzte, die die Lebersteifigkeit messen und ein passendes Gerät suchen.

Die Leber-Elastographie (Lebersteifigkeitsmessung) ist eine Ultraschalluntersuchung, die die Steifigkeit des Lebergewebes nicht-invasiv misst und als Wert in Kilopascal (kPa) ausgibt. Je steifer das Gewebe, desto fortgeschrittener die Leberfibrose. Die Untersuchung ist schmerzfrei, ohne Strahlung, in wenigen Minuten am Ultraschallgerät durchführbar und beliebig oft wiederholbar. Sie wird zur Beurteilung von Leberfibrose und -zirrhose sowie zur Verlaufskontrolle chronischer Lebererkrankungen wie NAFLD/MASLD oder Hepatitis eingesetzt und ersetzt in vielen Fällen die Leberbiopsie.
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